Gaspreise 2026: Trotz Nahost-Konflikt sinken die Kosten für viele Haushalte
03.07.2026
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18.12.2024
Kredite werden hauptsächlich an Personen vergeben, die sich als vertrauenswürdige Schuldner erwiesen haben. Eine negative Schufa-Bewertung wirkt sich in der Regel nachteilig aus. Ab dem kommenden Jahr besteht jedoch die Möglichkeit, ungünstige Schufa-Einträge schneller zu entfernen.
Negative Einträge bei der Schufa werden in Zukunft schneller gelöscht. Ab dem 1. Januar 2025 erfolgt die automatische Löschung von Daten über einen einmaligen Zahlungsverzug bereits nach 18 Monaten, statt wie bisher nach 36 Monaten. Eine wichtige Bedingung für diese Verkürzung ist, dass die offene Rechnung innerhalb von 100 Tagen nach einer an die Auskunftei übermittelten Mahnung beglichen wird.
Was ist die Schufa und welche Funktion hat sie?
Die Schufa ist eine Auskunftei, die die Zahlungsmoral von Verbrauchern bewertet. Sie ermittelt die Zahlungsfähigkeit in Prozent und teilt die Verbraucher in insgesamt fünf verschiedene Scoreklassen ein.
Die neuen Regelungen zu den Speicherfristen bringen Vorteile für alle Beteiligten mit sich: Verbraucher, die ihre versäumten Zahlungen zügig begleichen, haben die Möglichkeit, ihre Bonität schneller zu verbessern. Auch Unternehmen profitieren, da sie auf diese Weise schneller ihre ausstehenden Beträge erhalten.

Inhaltsverzeichnis
Die Schufa wertet große Datenmengen aus, um die Zahlungszuverlässigkeit von Verbrauchern zu bewerten, sei es bei Rechnungen oder der Rückzahlung von Krediten. Diese Daten zur Bonität sind für Banken, Energieanbieter, Versandhändler und Mobilfunkanbieter von großer Bedeutung, da sie sich vor Abschluss von Verträgen über die Bonität ihrer Kunden bei der Schufa und anderen Auskunfteien informieren.
Personen mit einem negativen Schufa-Eintrag erfahren häufig erst dann von ihrem Eintrag, wenn sie Schwierigkeiten beim Abschluss eines neuen Kreditvertrages haben. Ein solcher Eintrag entsteht beispielsweise, wenn Rechnungen auch nach mehreren Mahnungen nicht beglichen werden.
Dank der neuen 100-Tage-Regelung haben Verbraucher die Möglichkeit, schneller nachzuweisen, dass sie nicht generell zahlungsunfähig sind. Wichtig ist jedoch, dass während der nun auf 18 Monate verkürzten Speicherdauer keine weiteren negativen Daten über die betreffende Person an die Schufa übermittelt werden. Zudem dürfen keine Informationen aus dem Schuldnerverzeichnis oder Insolvenzbekanntmachungen vorhanden sein.
Für Zahlungsstörungen, die vor dem 1. Januar 2025 an die Schufa gemeldet wurden und die alle Voraussetzungen erfüllen, ist die Auskunftei dabei, diese aus ihren Aufzeichnungen zu löschen. Betroffen sind etwa 60.000 Personen, was etwa einem Prozent derjenigen mit negativen Schufa-Einträgen entspricht. Darüber hinaus können voraussichtlich weitere 60.000 Verbraucher von den Vorteilen der neuen 100-Tage-Regelung profitieren.
Die Schufa hat derzeit Daten über 68 Millionen Personen in Deutschland gespeichert. Dazu gehören Informationen über laufende Kredite sowie die Anzahl von Girokonten und Kreditkarten, die eine Person besitzt. Auf Grundlage dieser Daten wird ein Basis-Score ermittelt, der auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der eine Person ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Ein höherer Score bedeutet eine bessere Kreditwürdigkeit.
Die mangelnde Transparenz bei der Berechnung des Scores von Schufa führt immer wieder zu kritischen Stimmen. Die Schufa erklärt, dass sie diese Informationen nicht detailliert offenlegen kann, um eine mögliche Manipulation des Berechnungsmodells zu verhindern.
Verbraucher haben die Möglichkeit, sich kostenlos eine Kopie ihrer persönlichen Daten, einschließlich des Basis-Scores, per Post von der Schufa zusenden zu lassen. Zudem können Nutzer der App der Schufa-Tochter Bonify ebenfalls ihren Score einsehen. Seit Januar 2024 ist es zudem möglich, in der App Informationen über negative Schufa-Einträge abzurufen, sofern solche vorhanden sind.

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