28.07.2026
Dynamische Stromtarife orientieren sich an den Preisen an der Strombörse. Sie können daher je nach Tageszeit deutlich schwanken.
Sind die Angaben von der Schufa wirklich korrekt?
Die Schufa, als führende Wirtschaftsauskunftei in Deutschland, erhebt umfassende Informationen zur Kreditwürdigkeit von Verbrauchern für ihre Partnerunternehmen. Diese Daten dienen dazu, die Bonität der Bürger zu ermitteln und haben direkten Einfluss auf deren finanzielle Möglichkeiten. Fehlerhafte Einträge oder ungenaue Informationen in den Schufa-Datenbanken sollten daher zeitnah geprüft und berichtigt werden, da sie zu einem falschen Schufa-Score führen können – mit möglicherweise ernsthaften Folgen für das Leben der Betroffenen.
Der Zweck der Schufa besteht darin, Unternehmen und Institutionen über die Kreditwürdigkeit von Einzelpersonen zu informieren. Etwa 10.000 Vertragspartner aus verschiedenen Branchen übermitteln regelmäßig persönliche Daten über ihre Kunden, darunter insbesondere Informationen zu Zahlungsschwierigkeiten. Mit diesen Angaben berechnet die Schufa die Bonität jedes registrierten Verbrauchers. Dies ermöglicht es den Partnerunternehmen, wie Banken oder Kreditgebern, das Risiko eines zukünftigen Zahlungsausfalls einzuschätzen. Diese Einschätzung ist entscheidend für die Vergabe oder Ablehnung von Krediten, wobei die Schufa-Einträge einen maßgeblichen Einfluss auf die jeweilige Kreditwürdigkeit haben.
ℹ Das Wichtigste zusammengefasst:
- Die Schufa erhebt und speichert Daten zur Kreditwürdigkeit von Verbrauchern, die von Vertragspartnern genutzt werden; fehlerhafte Einträge können schwerwiegende finanzielle Folgen haben.
- Der „Score-Wert“ der Schufa dient zur Bewertung der Bonität, wobei ein niedriger Wert auf ein hohes Zahlungsausfallrisiko hinweist, während ein hoher Wert exzellente Kreditwürdigkeit signalisiert.
- Verbraucher sollten regelmäßig ihre Schufa-Einträge überprüfen und können einmal jährlich eine kostenlose Datenkopie anfordern, um eventuelle Fehler zu berichtigen und unberechtigte Einträge löschen zu lassen.
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Inhaltsverzeichnis
Woher bezieht die Schufa ihre sensiblen Informationen?
Die Schufa erhält Kundeninformationen aus unterschiedlichen Quellen, darunter Banken, Vermieter und Telekommunikationsdienstleister. Diese Daten werden von ihr gesammelt und in ihren Systemen gespeichert. Aber wie genau erlangt die Schufa diese Informationen? Häufig finden sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) Klauseln, die den Kunden zur Zustimmung zur Datenweitergabe an die Schufa auffordern. Sobald eine solche Zustimmung vorliegt, darf die Schufa persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum und Adresse speichern. Darüber hinaus können auch geschäftliche Transaktionen überprüft werden, um festzustellen, ob Verbraucher ihren vertraglichen Verpflichtungen, etwa der Bezahlung von Handyverträgen oder Fitnessstudio-Gebühren, nachkommen. Zudem bezieht die Schufa auch öffentlich zugängliche Informationen ein, wie etwa Einträge in Schuldnerverzeichnissen von Amtsgerichten.
Sind die Schufa-Daten stets fehlerfrei?
Obwohl die Schufa Daten sammelt und an ihre Vertragspartner weitergibt, überprüft sie nicht immer die Richtigkeit oder die Berechtigung dieser Informationen. In der Regel erfolgen Prüfungen lediglich stichprobenartig bei auffälligen Einträgen. Ein Sprecher der Schufa AG hat diesbezüglich eingeräumt, dass eine umfassende Prüfung der Daten nicht stattfindet, da man auf das Vertrauen in die Partner angewiesen sei.
Das bedeutet, dass die Schufa die von den Vertragspartnern gemeldeten Daten ohne vorherige Überprüfung nutzt. Dies birgt die Gefahr, dass unberechtigte oder fehlerhafte Informationen in die Schufa-Datenbank gelangen. Solche falschen Einträge können dazu führen, dass die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern unzutreffend beurteilt wird, was ihnen möglicherweise den Zugang zu Krediten für Immobilien oder anderen Kaufverträgen verwehrt.
Wie steht es um die Kreditwürdigkeit eines Verbrauchers?
Im Kontext der Kreditwürdigkeit wird häufig von dem sogenannten „Score-Wert“ gesprochen. Doch was genau ist damit gemeint? Basierend auf den gesammelten Daten kann die Schufa einen Wert berechnen, der die Kreditwürdigkeit der Verbraucher widerspiegelt. Diese Berechnungen werden in spezifischen Score-Werten für verschiedene Branchen dargestellt. Der allgemeine Durchschnittswert über alle Branchen hinweg wird als „Basis-Score“ bezeichnet. Liegt beispielsweise ein Basis-Score von 20 Prozent vor, weist dies auf eine schlechte Bonität des Verbrauchers hin und signalisiert eine hohe Wahrscheinlichkeit für Zahlungsausfälle. Umgekehrt wird ein Basis-Score von über 98 Prozent als Indikator für eine exzellente Bonität angesehen, wodurch die Chance besteht, dass der Verbraucher nahezu jeden Kredit problemlos erhält.
Welche Möglichkeiten gibt es zur Überprüfung von Schufa-Einträgen?
Da es möglich ist, dass fehlerhafte Informationen über Verbraucher erfasst und gespeichert werden, ist es wichtig, die Schufa-Einträge regelmäßig zu überprüfen. Erhält die Schufa falsche Daten von ihren Vertragspartnern oder werden Zahlungsstörungen zu unrechtmäßigen Forderungen gespeichert, sollten Betroffene schnell handeln. Daher ist es ratsam, einmal im Jahr eine kostenlose Kopie der eigenen Daten bei der Schufa anzufordern und diese genau zu prüfen. Personen mit berechtigtem Interesse haben zudem die Möglichkeit, mehrmals jährlich eine Datenkopie anzufordern. Wenn Unstimmigkeiten oder Fehler auftreten, ist es entscheidend, dass sich Verbraucher sofort an die Schufa wenden.
Wenn die gespeicherten Daten falsch, unberechtigt oder veraltet sind oder wenn es zu Verwechslungen mit anderen Personen gekommen ist, kann eine Löschung dieser Datensätze beantragt werden. Daher ist eine regelmäßige Überprüfung immer sinnvoll. Zusätzlich sollte auch kontrolliert werden, ob das Unternehmen, das eine Zahlungsstörung gemeldet hat, den Betroffenen über den negativen Eintrag informiert hat. Wenn dies nicht geschehen ist, kann der Verbraucher in einigen Fällen ebenfalls eine Löschung der negativen Einträge beantragen. Bei weiterführenden Schwierigkeiten in Verbindung mit der Schufa ist es ratsam, rechtliche Unterstützung durch Anwälte oder Verbraucherzentralen in Anspruch zu nehmen.


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