Gaspreise 2026: Trotz Nahost-Konflikt sinken die Kosten für viele Haushalte
03.07.2026
Die geopolitische Lage im Nahen Osten ist angespannt, gleichzeitig blicken viele Haushalte in Deutschland mit Sorge auf ihre Heizkosten.
19.02.2024
Während der Energiepreiskrise im Oktober 2022 hat die Bundesregierung den Mehrwertsteuersatz für Erdgas von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Ab April 2024 wird jedoch der ursprüngliche Steuersatz wieder eingeführt, was die Heizkosten um etwa 11 Prozent verteuern wird. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus bedeutet dies zusätzliche jährliche Kosten von rund 233 Euro.
Der aktuelle Gaspreis für Haushalte beträgt derzeit 10,37 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Durch die Rückkehr zum Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent wird dieser Preis auf 11,53 Cent/kWh steigen, was einen Anstieg von 11 Prozent darstellt. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh kommt eine Familie somit auf zusätzliche Kosten von etwa 233 Euro.
Sollte die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes bereits Ende Februar statt Ende März erfolgen, würden sich die Heizkosten für ein Einfamilienhaus um weitere etwa 20 Euro erhöhen.

Inhaltsverzeichnis
In der Grundversorgung ist die Auswirkung des vollen Mehrwertsteuersatzes besonders stark: Für ein Einfamilienhaus mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh betragen die Gaskosten bundesweit durchschnittlich 2.644 Euro bei reduziertem Steuersatz. Mit der Rückkehr zum 19-Prozent-Satz steigen die Kosten auf 2.941 Euro, was eine zusätzliche Belastung von 297 Euro pro Jahr bedeutet.
Im günstigsten verfügbaren Neukunden-Tarif mit Preisgarantie liegen die aktuellen Kosten für dieselbe Gasmenge bei etwa 1.646 Euro, basierend auf einer Mehrwertsteuer von 7 Prozent. Steigt die Mehrwertsteuer auf 19 Prozent, erhöht sich der Preis auf 1.831 Euro, was einem zusätzlichen Betrag von 185 Euro entspricht. Kunden in diesem Tarif zahlen somit weniger als in der lokalen Grundversorgung.
Der Anstieg des vollen Mehrwertsteuersatzes führt zu einer schnellen Erhöhung der Gaspreise um etwa 11 Prozent. Kunden haben in diesem Fall kein gesetzliches Sonderkündigungsrecht, weshalb sie proaktiv ihren Vertrag überprüfen und nach einem günstigeren Tarif suchen sollten. Der Preisunterschied zwischen der teuren Grundversorgung und kostengünstigeren Gastarifen liegt derzeit bei durchschnittlich 37 Prozent.

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