Gaspreise 2026: Trotz Nahost-Konflikt sinken die Kosten für viele Haushalte
03.07.2026
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11.06.2025
Jährlich verlagern rund vier Millionen Haushalte in Deutschland ihren Wohnsitz, doch lediglich ein kleiner Teil erwägt dabei auch einen Wechsel des Stromversorgers. Dadurch entstehen unnötige Kosten von etwa 550 Millionen Euro jährlich aufgrund überhöhter Stromtarife. In Zukunft sind steigende Kosten für Verbraucher wahrscheinlich, da ab dem 6. Juni der Anbieterwechsel nicht mehr rückwirkend nach einem Umzug durchgeführt werden kann. In einigen Fällen könnte es für Mieter sogar dazu führen, dass sie für den Stromverbrauch des Nachfolgers aufkommen müssen.

Inhaltsverzeichnis
Wer beim Umzug keinen preiswerten Stromtarif wählt, landet oft in der teuren Standardversorgung des lokalen Stromanbieters.
Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von 2.800 Kilowattstunden pro Jahr zahlt im Standardtarif aktuell rund 1.281 Euro jährlich. Dies liegt um 548 Euro über dem besten Neukundentarif mit Preisgarantie.
Ein Wohnungswechsel bietet die ideale Chance, einen günstigeren Stromanbieter zu finden. Da Sie sich ohnehin um Ihren Stromanschluss kümmern müssen, entsteht dabei kein zusätzlicher Aufwand.
Der jüngste Monitoringbericht der Bundesnetzagentur zeigt, dass im Jahr 2023 etwa 1,5 Millionen Haushalte beim Umzug ihren Stromlieferanten gewechselt haben. Dennoch ziehen jährlich etwa vier Millionen Haushalte in Deutschland um, was bedeutet, dass fast zwei Drittel der Haushalte ihren Anbieter nicht wechseln.
Nach aktuellen Daten beziehen noch immer etwa 25 Prozent der Haushalte in Deutschland Strom zum kostspieligen Grundversorgungstarif. Wenn man annimmt, dass ein Viertel der umziehenden Haushalte ebenfalls in diesen Tarif wechselt, ergibt sich eine Zahl von etwa einer Million Stromkunden. Diese unnötigen Zusatzkosten summieren sich auf geschätzte 550 Millionen Euro im Jahr.
Beim Umzug ist es erforderlich, dass man eigenständig den Stromvertrag kündigt. In vielen Fällen bieten die Stromanbieter ein Sonderkündigungsrecht, das fristgerecht genutzt werden muss. Andernfalls könnte man weiterhin für den Stromverbrauch der alten Wohnung verantwortlich sein, obwohl bereits jemand neues eingezogen ist.
Ab Juni 2025 ist vorgeschrieben, dass Stromanbieter und Netzbetreiber den Wechsel des Stromanbieters innerhalb von 24 Stunden nach Vertragsende an Werktagen abschließen müssen. Sowohl der Auszug als auch der Einzug können nicht mehr rückwirkend gemeldet werden. Daher wird es für Verbraucherinnen und Verbraucher noch wichtiger, sich beim Umzug intensiv mit dem Wechsel des Stromanbieters zu befassen.

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