Gaspreise 2026: Trotz Nahost-Konflikt sinken die Kosten für viele Haushalte
03.07.2026
Die geopolitische Lage im Nahen Osten ist angespannt, gleichzeitig blicken viele Haushalte in Deutschland mit Sorge auf ihre Heizkosten.
22.05.2025
Die gestiegenen Energiekosten strapazieren weiterhin das Budget vieler Haushalte. Über 80 Prozent der deutschen Bevölkerung empfinden die derzeitigen Energiepreise als belastend und machen sich Sorgen über die zukünftige Preisentwicklung.

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Eine Umfrage zeigt, dass 88 Prozent der Teilnehmer die steigenden Energiepreise als belastend empfinden. Innerhalb dieser Gruppe berichten 43 Prozent, stark unter den Kosten zu leiden und Einsparungen in anderen Bereichen vornehmen zu müssen.
In den letzten vier Jahren haben sich die Preise für Strom, Heizenergie und Treibstoffe um etwa 38 Prozent erhöht, was ungefähr dem Doppelten der allgemeinen Inflationsrate entspricht. Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine stiegen die Energiepreise zwar noch steiler an, doch auch jetzt sind sie weiterhin auf einem hohen Niveau und stellen besonders für Haushalte mit niedrigem Einkommen eine erhebliche Belastung dar.
84 Prozent der Befragten sind besorgt über die künftige Entwicklung der Energiepreise. Besonders groß ist die Sorge bei Personen in Haushalten, die mit Heizöl oder Erdgas beheizt werden, gefolgt von Fernwärmenutzern. Wer hingegen mit Strom heizt, wie zum Beispiel mit effizienten Wärmepumpen, zeigt deutlich weniger Besorgnis.
Die Befürchtung steigender Kosten für fossile Brennstoffe ist angesichts der weiterhin wachsenden CO2-Preise nicht unbegründet. Ab dem nächsten Jahr könnten die zusätzlichen Kosten für ein Einfamilienhaus mit Gasheizung bis zu 280 Euro betragen, während bei Heizöl sogar über 400 Euro zu erwarten sind. Wie sich der CO2-Preis ab 2027 entwickelt, bleibt unklar, da er dann auf dem freien Markt gehandelt werden soll. Dies könnte zu erheblichen Preisschwankungen und Mehrkosten für die Haushalte führen.
Die Sorge um steigende Energiekosten führt dazu, dass viele Haushalte ihren Energieverbrauch bewusst reduzieren. Fast die Hälfte der Menschen (48 Prozent) bemüht sich aktiv darum, weniger Strom zu nutzen. 27 Prozent berichten, dass sie bereits alle möglichen Einsparmaßnahmen umgesetzt haben. In Bezug auf den letzten Winter gaben etwa 40 Prozent der Befragten an, weniger geheizt zu haben als im vorherigen Winter.
Energiesparen lohnt sich, denn jede eingesparte Kilowattstunde muss nicht bezahlt werden. Verbraucher sollten besonders bei älteren Verträgen darauf achten, ob sie möglicherweise zu hohe Preise für Strom und Gas zahlen. Ein Wechsel des Anbieters kann oft dazu führen, dass ein Durchschnittshaushalt mehrere hundert Euro im Jahr spart.
Besonders großes Sparpotenzial liegt bei Haushalten, die noch beim Grundversorger sind. Eine Familie mit einem Stromverbrauch von 4.000 kWh und einem Gasverbrauch von 20.000 kWh zahlt aktuell rund 4.566 Euro für Strom und Gas. Im günstigsten Tarif könnten diese Kosten auf 3.063 Euro gesenkt werden, was eine Ersparnis von 1.503 Euro pro Jahr bedeutet.

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