Strom, Gas & Bonität

Jeder Dritte in Deutschland plant die Anschaffung einer kompakten Photovoltaikanlage für den Balkon

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Photovoltaikanlage für den BalkonKleinphotovoltaikanlagen gewinnen zunehmend an Popularität. Etwa 33% der Bevölkerung in Deutschland erwägt die Installation von einem oder zwei Photovoltaikmodulen, sei es auf dem eigenen Balkon oder im Gartenbereich, oder hat diesen Schritt schon vollzogen. Das ist das Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Studie, die von Verivox durchgeführt wurde. Weiterhin legt eine Analyse von Verivox dar, dass sich die Investition in ein solches Mini-Stromerzeugungssystem unter optimalen Bedingungen bereits nach einer Zeitspanne von drei bis vier Jahren finanziell auszahlt.

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Inhaltsverzeichnis

Platzmangel als Hauptbarriere für Neuanschaffungen

Etwa 8% der Umfrageteilnehmer bestätigen den Betrieb einer eigenen Mini-Solaranlage, während zusätzliche 22% den Kauf einer solchen in Erwägung ziehen. Fast ein Drittel (28%) der Befragten sehen sich mit dem Problem konfrontiert, nicht genügend Platz für eine solche Anlage zur Verfügung zu haben. Ungefähr 23% der Studienteilnehmer zeigen überhaupt kein Interesse an einem Balkonkraftwerk. Ein Fünftel der Befragten ist der Auffassung, dass eine Investition in eine Mini-Solaranlage für sie ökonomisch nicht sinnvoll wäre.

Mini-Solarkraftwerk: Potenziell 161 Euro jährlicher Stromertrag

Bei optimalen Bedingungen könnte ein 800-Watt-Balkonsolarkraftwerk jährlich rund 760 kWh an Elektrizität erzeugen. Nutzt man 60 Prozent (456 kWh) des generierten Stroms selbst, führt dies bei einem Strompreis von durchschnittlich 35,31 Cent pro kWh zu einer jährlichen Kostenersparnis von etwa 161 Euro. Die Anschaffung eines solchen Mini-Solarkraftwerks, das auf dem Balkon, im Garten, auf der Terrasse oder einem Flachdach eingesetzt werden kann, beläuft sich auf eine Summe von 500 bis 700 Euro. Gemäß diesem Modell beginnt die Investition sich nach drei bis vier Jahren zu rentieren. Über einen Betriebszeitraum von 20 Jahren können so Stromkosten im Wert von circa 3.220 Euro eingespart werden.

Balkonkraftwerke können sich auch dann auszahlen, wenn die Verhältnisse nicht ideal sind, beispielsweise aufgrund suboptimaler Ausrichtung oder falls ein kleinerer Teil des erzeugten Stroms selbst genutzt wird; es dauert lediglich etwas länger bis sich die Kosten amortisieren.

Vereinfachung der Vorschriften für Solaranlagen auf dem Balkon in Aussicht

Mit dem Solarpaket I hat die deutsche Regierung die Bestimmungen für die Anschaffung und Nutzung von Klein-Solaranlagen entscheidend gelockert. Die Leistungsgrenze für diese Anlagen wird von 600 Watt auf 800 Watt angehoben. Zusätzlich ist es nun erlaubt, die Solarmodule direkt an gewöhnliche Haushaltssteckdosen anzuschließen. Ein weiteres Entgegenkommen betrifft traditionelle Ferraris-Stromzähler, bei denen eine Rückwärtsbewegung durch die eingespeiste Energie aus den Mini-Solaranlagen toleriert wird. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, vor der Installation eines Balkonsolarsystems einen digitalen Stromzähler einzubauen.

Entscheidende Bedeutung der richtigen Standortwahl für Balkonsolaranlagen

Der Ertrag einer Solaranlage hängt wesentlich von ihrem Standort ab. Um die maximale Energiemenge aus der Sonneneinstrahlung zu gewinnen, ist eine südliche Ausrichtung des Balkons ideal. Zusätzlich sollten die Solarmodule in einem leichten Winkel montiert sein, um Schattenbildung zu vermeiden. Im Gegensatz dazu stehen Balkone, die nach Norden zeigen und auf denen die Module ausschließlich vertikal installiert werden können – hier lässt sich weniger als ein Drittel des potenziellen Ertrags erzielen.

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