Gaspreise 2026: Trotz Nahost-Konflikt sinken die Kosten für viele Haushalte
03.07.2026
Die geopolitische Lage im Nahen Osten ist angespannt, gleichzeitig blicken viele Haushalte in Deutschland mit Sorge auf ihre Heizkosten.
10.10.2023
Die deutsche Bevölkerung wird in der Heizperiode 2023 mit deutlich niedrigeren Ausgaben konfrontiert als im Vorjahr. Im Vergleich zum letzten Jahr sind die Erdgaspreise um durchschnittlich 43 Prozent gesunken und die Kosten für Heizöl um 25 Prozent zurückgegangen.
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Der Durchschnittspreis für Gas im Oktober 2022 in Deutschland lag bei ungefähr 20,54 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Inzwischen beträgt der aktuelle Durchschnittspreis etwa 11,73 Cent/kWh und ist somit innerhalb eines Jahres um rund 43 Prozent gesunken.
Die deutschen Haushalte werden voraussichtlich von den Rekordpreisen des letzten Jahres in der kommenden Heizperiode verschont bleiben. Das Preisniveau bleibt jedoch hoch und die Gasmärkte sind nervös. Es ist daher unwahrscheinlich, dass es weitere Preissenkungen geben wird.
Die Großhandelspreise für Erdgas an der niederländischen Börse TTF lagen im zweiten Halbjahr 2022 fast immer über 100 Euro pro Megawattstunde (MWh). Ab Anfang 2023 fielen die Preise unter diese Marke und waren zu Beginn des Sommers zeitweise sogar unter 30 Euro/MWh. Derzeit sind die Großhandelspreise wieder gestiegen und liegen nun bei ungefähr 40 Euro/MWh. Damit liegen sie immer noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt vor Ausbruch der Gaskrise Ende 2021 – damals waren Preise zwischen 10 und25 Euro je Megawattstunde üblich.

Die Höhe der Kosten für Gas in einem individuellen Haushalt hängt von dem spezifischen Gastarif ab, den man wählt. Hier gibt es große Preisunterschiede je nach Tarifgruppe. Im Oktober 2022 betrug der durchschnittliche Gaspreis im Standardtarif des örtlichen Grundversorgers 15,2 Cent/kWh und ist bis Oktober 2023 auf 14,62 Cent/kWh gesunken. Gleichzeitig ist der durchschnittliche Preis des günstigsten Angebots für Neukunden im selben Zeitraum von 23,85 Cent/kWh auf 8,87 Cent/kWh gefallen.
Im letzten Oktober waren die Tarife der örtlichen Grundversorger aufgrund der Gaskrise oft sogar die billigsten Optionen überhaupt. Inzwischen hat sich das Bild jedoch geändert, da überregionale Gasanbieter die gesunkenen Großhandelspreise schneller an ihre Kunden weitergegeben haben.
Daher sollten Gaskunden ihren aktuellen Tarif überprüfen und mit den aktuellen Angeboten für Neukunden vergleichen. Ein Haushalt in einem freistehenden Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh kann durch einen Wechsel vom örtlichen Grundversorgungstarif zum günstigsten verfügbaren Angebot mit empfehlenswerten Bedingungen aktuell durchschnittlich etwa1.150 Euro sparen.
Auch Kunden, die Öl zum Heizen verwenden, können mit einer überzeugenden Reduzierung der Heizkosten im Vergleich zum Vorjahr rechnen. Im Durchschnitt kostete leichtes Heizöl im Oktober 2022 etwa 150 Euro pro Hektoliter; jedoch sind es zu Beginn der diesjährigen Heizsaison nur noch rund 113 Euro. Das bedeutet eine Preissenkung von ungefähr 25 Prozent.

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