Gaspreise 2026: Trotz Nahost-Konflikt sinken die Kosten für viele Haushalte
03.07.2026
Die geopolitische Lage im Nahen Osten ist angespannt, gleichzeitig blicken viele Haushalte in Deutschland mit Sorge auf ihre Heizkosten.
29.10.2024
Zu Beginn der Heizperiode präsentieren sich die Erdgaspreise für deutsche Haushalte weitgehend konstant. Allerdings könnten zum Jahreswechsel flächendeckende Erhöhungen der Gaspreise bevorstehen. Dies ist auf eine Erhöhung der Gasnetzgebühren um bis zu 56 Prozent zurückzuführen. Insbesondere Besitzer von Einfamilienhäusern müssen im kommenden Jahr mit bis zu 445 Euro höheren Kosten rechnen. Dies geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Verivox zu den bereits festgelegten Gasnetzgebühren für das Jahr 2025 hervor.

Inhaltsverzeichnis
Aktuell sind die Daten von Netzbetreibern für mehr als die Hälfte der Haushalte in Deutschland verfügbar. Der durchschnittliche Anstieg der Gebühren liegt derzeit bei etwa 23 Prozent, was für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh zusätzliche Kosten von rund 103 Euro (brutto) bedeutet.
Dieser Anstieg ist auf die neuen Abschreibungsregeln zurückzuführen, die die Bundesnetzagentur, zuständig für die Regulierung, im September 2024 verabschiedet hat. Gasnetzbetreiber haben nun die Möglichkeit, die potenzielle Stilllegung ihrer Netze, die frühestens 2035 erfolgen könnte, bereits in ihre Abschreibungen einzuplanen. Dies führt zu einer Erhöhung der Gasnetzentgelte.
Insbesondere in den neuen Bundesländern haben mehrere Gasnetzbetreiber signifikante Erhöhungen ihrer Gebühren angekündigt. Der höchste Anstieg liegt bei 56 Prozent, was für einen jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh Mehrkosten von insgesamt 445 Euro (brutto) bedeutet.
Durchschnittlich verzeichnen die Gasnetzentgelte in Sachsen-Anhalt (+43 Prozent), Brandenburg (+39 Prozent) und Sachsen (+34 Prozent) die größten Steigerungen. Auch in Niedersachsen (+30 Prozent), Bremen (+29 Prozent) und Baden-Württemberg (+24 Prozent) sind spürbare Kostensteigerungen zu beobachten.
Im Oktober 2024 beträgt der durchschnittliche Gaspreis in Deutschland 11,24 Cent pro kWh, was für ein Einfamilienhaus jährliche Kosten von 2.248 Euro bedeutet. Sollte der Trend zu höheren Gasnetzgebühren anhalten, könnte der durchschnittliche Gaspreis um etwa 5 Prozent auf 11,76 Cent pro kWh ansteigen, was bei einem Verbrauch von 20.000 kWh jährliche Ausgaben von 2.351 Euro zur Folge hätte.
Da die Gasnetze als Monopole fungieren und die Netzgebühren staatlich reguliert sind, haben Haushalte wenig Spielraum, um diesen erhöhten Kosten zu entkommen. Die Anbieter geben in der Regel die Netzgebühren direkt an ihre Kunden weiter. Aus diesem Grund erwarten wir steigende Gaspreise zum Jahreswechsel. Betroffene Haushalte sollten dann überlegen, ob sie einen günstigeren Gasversorger finden können, da die Preisunterschiede zwischen den Anbietern jährlich über 1.000 Euro betragen können.

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