Gaspreise 2026: Trotz Nahost-Konflikt sinken die Kosten für viele Haushalte
03.07.2026
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12.05.2025
Laut einer aktuellen repräsentativen Befragung, durchgeführt im Auftrag des Vergleichsportals Verivox, haben etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland im letzten Winter selbst berichtet, derart sparsam gewesen zu sein, dass sie regelmäßig gefroren haben. Besonders in Haushalten mit Gasheizungen wurde das Thermostat seltener höhergestellt.
Etwa 19 Prozent der Teilnehmer gaben an, ihre Heizungen im vergangenen Winter merklich heruntergedreht und ihre üblichen Komforttemperaturen spürbar gesenkt zu haben, was ungefähr 13 Millionen Erwachsenen entspricht. Zudem berichteten weitere 3 Prozent oder rund 1,8 Millionen Erwachsene, die Heizung so stark reduziert zu haben, dass ihre Wohnung oft zu kühl war, wodurch sie froren. Diese Gruppe umfasste besonders viele Bewohner von Haushalten, die mit Gas beheizt werden.
Der letztjährige Winter war deutlich kälter als der vorangegangene. Das Heizen mit Gas wurde zudem kostspieliger durch die Wiedereinführung des vollständigen Mehrwertsteuersatzes auf Erdgas im April 2024 sowie einen erhöhten CO2-Preis und gestiegene Gasnetzentgelte.
Mieter sind grundsätzlich an den vom Vermieter gewählten Gastarif gebunden. Jedoch können Haushalte mit eigenem Gaszähler ihre Heizkosten durch einen Wechsel zu einem kostengünstigeren Gastarif reduzieren. Im aktuellen Durchschnitt liegt der Preis für eine Kilowattstunde Gas im teuren Grundversorgungstarif des lokalen Anbieters bei etwa 14 Cent/kWh. Hingegen kostet die Kilowattstunde Gas im derzeit günstigsten Tarif mit Preisgarantie nur etwa 10 Cent. Ein Wechsel kann Eigenheimbesitzern, die jährlich 20.000 kWh Gas verbrauchen, eine Ersparnis von rund 800 Euro ermöglichen.

Inhaltsverzeichnis
Im März 2025 führte das Marktforschungsunternehmen Innofact eine Online-Erhebung durch. Die Umfragedaten stammen aus einem ISO-zertifizierten Online-Panel mit etwa 500.000 Mitgliedern. Insgesamt wurden 1.007 Personen im Altersbereich von 18 bis 79 Jahren befragt. Die Erhebungsdaten sind repräsentativ für die Bevölkerung, unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und Region.
Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes umfasst die Bevölkerung in Deutschland im Alter von 18 bis 79 Jahren etwa 68 Millionen Menschen (Stand 2023). Wenn man die Umfragedaten auf diese Bevölkerungsgruppe hochrechnet, ergibt sich, dass ungefähr 1,8 Millionen Personen im vergangenen Winter so stark gespart haben, dass sie nach eigenen Aussagen häufig frieren mussten. Weitere 13 Millionen Menschen haben ihre Heizgewohnheiten zumindest eingeschränkt.

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