Dynamische Stromtarife im Vergleich: günstiger als die Grundversorgung, aber nicht immer die beste Wahl
28.07.2026
Dynamische Stromtarife orientieren sich an den Preisen an der Strombörse. Sie können daher je nach Tageszeit deutlich schwanken.
20.11.2025
Ab dem kommenden Jahr zahlen mindestens drei Millionen Haushalte weniger für Strom und Gas: Mehrere große Regionalversorger nehmen Preissenkungen vor. In den betroffenen Netzen sinken die Stromtarife durchschnittlich um 9 Prozent, Gas wird im Mittel 7 Prozent günstiger. Ein Drei-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus spart damit im Jahr etwa 159 Euro beim Strom und rund 188 Euro bei Gas.

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Zum Jahreswechsel haben örtliche Grundversorger bislang 145 Strompreissenkungen in Aussicht gestellt – im Mittel um 9 Prozent. Ein dreiköpfiger Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch wird dadurch um etwa 159 Euro pro Jahr entlastet. Insgesamt profitieren rund 2,5 Millionen Haushalte in der Grundversorgung. Gleichzeitig stehen zum Stichtag auch sechs Anhebungen der Strompreise an, durchschnittlich um 1 Prozent.
Für 2026 deutet sich Entspannung an den Großhandelsmärkten an, was Haushaltsstrom günstiger machen kann. Zudem sollen die Netzentgelte dank eines milliardenschweren Bundeszuschusses im Mittel um etwa 15 Prozent sinken.
Der Zuschuss kann viele Rechnungen dämpfen, erreicht aber nicht automatisch alle: Netzentgelte fallen regional unterschiedlich aus, und Versorger sind nicht verpflichtet, Entlastungen eins zu eins weiterzugeben. Eine Preissenkung macht den eigenen Tarif daher nicht zwingend zum günstigsten. Oft liegen Bestandskundentarife trotz Rabatt über attraktiven Neukundenangeboten. Deshalb lohnt es sich, aktiv Preise zu vergleichen.
Zum Jahreswechsel haben regionale Grundversorger bislang 89 Senkungen der Gaspreise angekündigt – durchschnittlich um 7 Prozent. Für ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Jahresverbrauch ergibt sich damit eine jährliche Entlastung von rund 188 Euro. Insgesamt sind etwa 700.000 Haushalte betroffen. Parallel dazu wurden 10 Erhöhungen gemeldet, im Schnitt um 6 Prozent.
Trotz steigender Netzentgelte können viele Anbieter die Tarife senken, weil die aktuellen Ausgangspreise noch relativ hoch sind. Wer eine Reduzierung erhält, sollte die neuen Konditionen mit Marktangeboten vergleichen.
Die stabilen Großhandelspreise für Gas eröffnen Versorgern mit bislang hohen Tarifen Spielraum für Nachlässe. Zwar verteuert sich die Netznutzung im kommenden Jahr, doch der Wegfall der Gasspeicherumlage kompensiert diese Mehrkosten rechnerisch.

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