Robert Habeck, Bundeswirtschaftsminister und Mitglied der Grünen, strebt an, die Preisbremsen für Strom und Gas bis zum Osterfest im Jahr 2024 zu verlängern, obwohl sie eigentlich zum Jahresende auslaufen sollten. Der Politiker betonte gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“, dass die Preisdeckelung wie eine Versicherung gegen steigende Energiepreise wirke und bereits Verhandlungen mit der EU-Kommission laufen.
Als Vorsichtsmaßnahme sei die Maßnahme aufgrund sinkender Einkaufspreise gedacht und sollte im besten Fall nicht benötigt werden. Habeck machte zudem deutlich, dass nur etwa 18 Milliarden Euro von den bereitgestellten 200 Milliarden Euro bislang für die Preisbremsen verwendet wurden.
Großes Einsparpotenzial beim Wechsel – Preisbremsen sind nicht nötig
Verivox hat kürzlich errechnet, dass im ersten Halbjahr 2023 etwa 1,6 Milliarden Euro allein für die Grundversorgungstarife von Strom und Gas subventioniert wurden. Diese Zahlen enthüllen eine besorgniserregende Tendenz, da die Neukundentarife bereits unterhalb der Preisbremsen liegen.
Der Geschäftsführer von Verivox, Daniel Puschmann, betont, dass die staatlichen Subventionen dazu führen können, dass Verbraucher die tatsächlichen Kosten aus den Augen verlieren. Wenn die Preisbremsen nicht verlängert werden, riskieren viele Haushalte, unnötig teure Verträge abzuschließen, die auf Kosten der Steuerzahler gehen.
Momentan sind die durchschnittlichen Neukundenpreise für Strom bei 28,28 Cent je Kilowattstunde und bei Gas bei 8,63 Cent/kWh. Ein Wechsel aus der Grundversorgung kann Haushalten enorm helfen und so viel sparen wie nie zuvor.
- Wechseln trotz negativem Schufa-Eintrag möglich
- Sehr hohe Genehmigungsquote
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